Wolfgang Borchert

Kurzbiographie in Stichworten

  • geboren am 20. Mai 1921 in Hamburg.
  • 1938 Schulabschluß. Veröffentlichung erster Gedichte im "Hamburger Anzeiger".
  • 1939 Lehre in der Buchhandlung Heinrich Boysen. Nebenher privater Schauspielunterricht.
  • 1941 Schauspieler an der "Landesbühne Osthannover" in Lüneburg. Gegen Ende des Jahres wird er eingezogen und hat erste Fronteinsätze im Osten.
  • 1942 Untersuchungshaft wegen des Verdachtes, sich eine Handverletzung selbst beigebracht zu haben. Freispruch, doch wegen Äußerungen "gegen Staat und Partei" dennoch Verurteilung zu einer Haftstrafe mit Frontbewährung.
  • 1943 Immer wieder Anfälle von Gelbsucht. Borchert soll wegen Dienstuntauglichkeit entlassen und für ein Fronttheater abgestellt werden. Einen Tag vor der Entlassung wird er wegen politischer Witze denunziert.
  • 1944 Neun Monate Untersuchungshaft in Berlin-Moabit. Anschließende Verurteilung mit erneuter "Feindbewährung".
  • 1945 Gefangennahme durch die Franzosen. Flucht. 600-Km-Marsch in seine Heimatstadt Hamburg.
  • 1946 Der schlechte Gesundheitszustand fesselt Borchert beinahe vollständig ans Bett. Aufenthalt im Elisabeth-Krankenhaus. Hier entstehen angefangen mit "Die Hundeblume" in rascher Folge Prosastücke.
  • 1947 Das Schauspiel "Draußen vor der Tür" wird innerhalb von acht Tagen niedergeschrieben und im Februar als Hörspiel gesendet. Nach zahlreichen anderen Erzählungen entsteht im Oktober im Basler Sanatorium das Manifest gegen den Krieg "Dann gibt es nur eins".
  • Am 20. November 1947, einen Tag vor der Uraufführung von "Draußen vor der Tür" in den Hamburger Kammerspielen, stirbt Borchert. Seine Urne wird auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg beigesetzt.
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